Tipps für Radpilger

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Auch als Radpilger stehen eine Reihe von Fragen zur Ausrüstung an. Hierzu einige Entscheidungshilfen:

  • Fahrrad

Als Radpilger steht zunächst mal die Auswahl des Fahrrads an, soweit man nicht bereits ein gutes Fahrrad hat. Prinzipiell kommt man mit jedem Fahrrad an, das fährt. Nur mit einem Markenfahrrad darf man davon ausgehen, dass die Fahrt ohne größere Pannen erfolgt. Hier meine Empfehlung zum Fahrrad.

  • Stromerzeugung

Ich rate jedem Radpilger zu einem Fahrrad mit Nabendynamo. Sie sind absolut zuverlässig. Außerdem erzeuge ich mit ihnen für meinen AA-Akkus den Ladestrom. Damit habe ich immer volle Akkus. Mehr dazu unter Stromerzeugung.

  • Reifen (Platten flicken)

Gegen Nägel, Schrauben und Drähte, die sich schlagartig oder langsam durch den Reifen arbeiten und einen Platten verursachen, hilft auch kein Markenreifen. Daher sollte jeder Radpilger an seinem Fahrrad einen Platten an Vorder- wie auch Hinterrad reparieren können und das dafür benötigte Werkzeug dabei haben.

  • Gepäcktaschen

Auch wenn man in Gasthäusern und Refugios (Pilgerunterkünften) übernachten will, so braucht man doch noch Gepäcktaschen für Kleidung und (etwas) Proviant. Diese Gepäcktaschen sollten wasserdicht sein. Ortlieb und Vaude sind hierfür die bekanntesten Vertreter.

  • Kleidung

Zum Fahrradfahren sollte es echte Fahrradkleidung sein, d.h. es sollte schnell trocknende Funktionswäsche sein, die Hose mit Einsatz als Polster. Wer Wert darauf legt: Heute gibt es auch Radfahrerkleidung, die wie ganz normale Straßenkleidung aussieht. Die Kleidung sollte für heiße Sommertage mit 40 Grad im Schatten bis hin zum Scheeregen (erlebte ich im August am Sebrero (Pass in Spanien)) geeignet sein. Damit gehören Handschuhe mit langen Fingern zwingend mit dazu - ich habe Neoprenhandschuhe.

  • Fahrradschuhe

Als Schuhe sollten echte Radfahrerschuhe mit Klicksystem genommen werden. Das SPD-System ist am verbreitesten und günstiger als andere. Mit meinen Schuhen fuhr ich über 20.000 km weit, bis ich sie wegwarf. Die Investition zahlt sich wirklich aus. Zu einem Klicksystem wurde mir von einem Facharzt für Orthopädie wegen meiner kaputten Knie geraten. Ich kann diese Empfehlung nur weitergeben. Der Druckpunkt für den Ausstieg aus dem Klicksystem kann wie bei jeder Skibindung individuell eingestellt werden.

  • Zelt, Schlafsack, Isomatte

Es ist eine grundsätzliche Entscheidung, ob man mit Zelt, Schlafsack und Isomatte reisen will, oder lieber in festen Unterkünften übernachtet. Diese Entscheidung kann ich niemandem abnehmen. Wer sich jedoch für Zelt, Schlafsack und Isomatte entscheidet, empfehle ich ein Kuppelzelt. Es kann zur Not auch dort aufgestellt werden, wo man keinen Zelthering in den Boden bringt. Als Einzelpilger sollte es jedoch ein Zweimannzelt sein, damit auch das Gepäck im Zelt Platz hat. Die Wassersäule sollte mind. 1.500 mm betragen, damit man auch trocken einen Gewitterregen überstehen kann. Diese Zelte gibt es schon ab 1,7 kg bei 30 Euro. Wer zu zweit pilgern will - ist auf Campingplätzen deutlich billiger -, der sollte ein Dreimannzelt nehmen. Diese Zelte gibt es schon ab 2,0 kg bei 40 Euro.

  • Kartenmaterial

Als Kartenmaterial führe ich neben dem GPS-Gerät noch immer je eine Straßenkarte von Frankreich und Spanien im Maßstab von 750.000:1 oder 800.000:1 mit. Es kann immer wieder Situationen geben, in denen eine Karte hilfreicher ist wie das GPS-Gerät. Auch wenn das noch nicht alle Entscheidungshilfen sind, so stellen sie doch eine solide Grundlage für eine gelungene Radwallfahrt dar.