Nevers

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Land: Frankreich
Region: Burgund
Département: Nièvre
Koordinaten: 46.9869 N 3.1566 E
Höhe (m ü. NN): 167-238 m
Fläche (in km2): 17,33 km²
Einwohner: 36.000
Postleitzahl: 58000
Wikipedia (DE): Nevers (DE)
Wikipedia: Nevers
Website des Ortes: Ort Nevers
(ohne "Datei:")


Geschichte

Nevers geht auf die gall. Siedlung zurück. Für die Römer war es ein wichtiger militär. Nachschubposten. Im 6. Jh. wurde es Bischofsstadt, Suffragan von Sens. 1. bezeugter Bischof ist Tauricianus (517). Hugo von Champallement richtete im 11. Jh. Pfarreien ein und förderte Cluny. Bischof Petrus Bertrandi verhängte 1321 das Interdikt über die Stadt.
Die Erbfolge im Mannesstamm wurde 1181mit dem Tode Wilhelms V. unterbrochen. Für über 100 Jahre lag die Grafschaft in den Händen von Frauen. Der König schaltete sich nur bei der Auswahl der Gatten ein.
Das Wachstum machte im 12. Jh. eine neue Stadtmauer notwendig. Im 100jährigen Krieg wurde sie verstärkt. Seit 1194 wurden jährlich 4 Bürger für die städtische Verwaltung gewählt. Trotz Eingriffe von Bischof, Graf und König gewann Nevers bis zum 15. Jh. an Autonomie.
Die Stadt an der Loire verdankt der Schifffahrt viel. 1570 ließ der Herzog Glasbläser und Emailkünstler aus Italien kommen, die eine bis zur Frz.Rev. blühende Industrie aufbauten. Seit 1574 werden die berühmten Fayencen (mit Zinnglasur bemalte Töpfereien) hergestellt. Die schönsten Arbeiten dieser Zeit sind heute im Musée minicipal zu sehen.
Never hatte als Verwaltungszentrum und rel. Mittelpunkt jährlich 4 Märkte und 3 Spitäler.

1558 trat Bischof Jacques Spifame (1502-1566) zum Calvinismus über, wurde nach seiner Hochzeit Politiker und in Genf wegen Betrugs enthauptet. Die Predigt der Kapuziner verhinderten protestantische Erfolge.

Kirchen

St-Cyr-et-Juliette

St-Cyr-et-Juliette (1063-1097) war ein formvollendetes Zeugnis der Romanik. Ihr Vorgängerbau erhielt im 9. Jh. diese Patrone, zuvor war die Kathedrale den hl. Gervasius und Prostasius geweiht. Mitte des 12. Jh. wurde das Schiff durch einen Brand zerstört und anschließend got. errichtet, ein rom. Querschiff (11. Jh.) blieb erhalten. Die Kirche besitzt seither 2 Apsiden, was für Frankreich ungewöhnlich ist. Die rom. Apsis über einer Krypta mit bedeutender Grablegung (16. Jh.) ist nach Westen geöffnet. In der Wölbung ist ein thronender Christus (12. Jh.) zu sehen. Auf der Kanzelseite ist eine ca. 7 m hohe Standuhr. - Die Kathedrale wurde im 2.WK schwer beschädigt und musste stark restauriert werden. So wurden die Glasfenster erneuert.

St-Étienne

St-Étienne (11. Jh.) ist ein einheitlicher Bau mit klarer Linienführung. Die Fassade des ehem. Zisterzienserpriorats wurde ihrer früheren Türme beraubt. Sie besitzt eine schöne Apsis mit Kapellenkranz.

St-Gildard

St-Gildard war 1867-1879 die Wohnstätte der hl. Bernadette von Lourdes. Ihr unverwester Leichnam liegt heute in einem Sarkophag mit gläsernem Deckel und ist das Ziel vieler Pilger bis in die Gegenwart.

St-Pierre

St-Marie

Kapelle St-Marie

Sehenswürdigkeiten

Palais ducal wurde 1475 begonnen von Jean de Clamency begonnen. Der herrliche Bau wird von einem runden und einem oktogonalen Turm flankiert. Der schlanke Mittelturm der Fassade enthält Flachreliefs mit der Legende des Schwanenritters, Vorbild für Lohengrin.

Sonstige Infos

Heilige

Legenden

Pilger

Logistik

Refugios

Campingplätze

Supermärkte

Quellen und weitere Infos

Anmerkungen

Einzelnachweise

Literatur

Links