Hărman

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Die Dörfer Hărman (Honigberg) und Prejmer (Tartlau) liegen in einer fruchtbaren Landschaft. Beide standen in enger Verbindung mit dem Zisterzienser-Abtei Mănăstirea Cârța (Kerz). Seit 1240 gehörten die beiden Dörfer zum Besitz des Klosters und wurde wie dieses von den Mongolen niedergebrannt. Die Einflüsse der Zisterzienser sind bei beiden Dorfkirchen nachweisbar.[1]

Die Kirche von Hărman (Honigberg) ist mit 2 stark befestigten Mauerringen (15.Jh.) umgeben. Türme, Bastien und enge Tortürme mit Fallgitter oder eisenbeschlagene Tore geben Sicherheit, die durch tiefe Wassergräben mit Zugbrücken ergänzt wird. Die Ringmauern sind bis zu 5 m stark und 12 m hoch. So konnten auf der Innenseite 4 Stockwerke mit Wohnkammern angelegt werden, aber auch Lagerräume für Vorräte. Die Ringmauern haben 3 Wehrgeschosse: oben breite und schmale Schießscharten, in der Mitte Schießscharten und Pechnasen mit Ziegeldach und unten kleine Pechnasen. Von den einst 7 Wehrtürme haben sich 6 erhalten. Im 16. Jh. wurde die Wehranlage weiter ausgebaut. So ausgerüstet konnte man getrost längeren Belagerungen entgegensehen.[2]

Der Westturm der Kirche (13.Jh.) von Hărman (Honigberg) konnte bei der Verteidigung keine Rolle spielen. Das Westportal ist noch gut erhalten. Innen hat die Kirche einige rom. Kapitelle. In der Seitenkapelle, sie besitzt Fresken, bewahrten die Dorfbewohner ihren geräucherten Speck auf.[3]



Anhang

Anmerkungen


Einzelnachweise

  1. Georg Oprescu: Die Wehrkirchen in Siebenbürgen. Dresden 1961, 65.
  2. Georg Oprescu: Die Wehrkirchen in Siebenbürgen. Dresden 1961, 65f.
  3. Georg Oprescu: Die Wehrkirchen in Siebenbürgen. Dresden 1961, 66f.