Gründe der Jakobuswallfahrt

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Fernweh

Fernweh, Abenteuerlust, Reiselust, ... war und ist bis heute ein Grund, um auf diese große Wallfahrt zu gehen.

Gelöbnis

Menschen haben in schwierigen Lebenssituationen (z.B. schwere Krankheit) eine Wallfahrt nach SdC versprochen, wenn sie diese gut überstehen.

Viele Pilgerziele

Auf der Wallfahrt nach SdC gibt es viele Pilgerziele. Es wurden dabei die Gräber von möglichst vielen und möglichst bedeutsamen Heilige besucht, um möglichst viel Ablässe zu erlangen.

Heute kann die Wallfahrt als ein mit den Füßen gebeteter Rosenkranz angesehen werden, bei dem jeder Heilige auf dem Weg einer Perle am Rosenkranz entspricht.

Jahrhunderte alte Tradition

Die Wallfahrt besitzt eine rund 1200 Jahre alten Tradition. Auf diesen alten Pilgerwegen nach SdC zu pilgern ist für viele Menschen heute anziehend.

Wallfahrt als Parallele zum eigenen Leben

Der lange Pilgerweg nach SdC ermöglicht, die Wallfahrt mit dem eigenen Leben zu vergleichen. Die Freuden und Leiden der Wallfahrt entsprechen Freuden und Leiden im Leben.

Wer von SdC hinaus zum Cap Finisterre pilgert, erlebt dies sehr eindrücklich: Dort, am westlichsten Punkt des europäischen Kontinents, ist er wirklich am Ende seiner Wallfahrt angekommen. Ab hier tragen ihn nicht mehr die Füße weiter nach Westen. Der Weg in die endlose Weite des Meeres (in die Ewigkeit), wird anders angetreten.

Wallfahrt als Weg

Eine Wallfahrt anzutreten, bei der es nicht nur um das Ziel geht, sondern in gleicher Weise auch um den Pilgerweg als solches, motiviert viele Pilger. Daher wurden der "Camino" (Pilgerweg in Spanien) im Jahre 1993 und die Pilgerwege ab Tour, Vézelay, Le Puy-en-Valey, Arles im Jahre 1998 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben.

Pilgerweg als Kulturweg

Entlang der Jakobswege gibt es zahlreiche herrliche rom. und got. Kirchen und Klöster, darunter auch Weltkulturerbe.

Sportliche Herausforderung

Eine Wallfahrt mit eigener Muskelkraft zu machen, d.h. zu Fuß, mit Fahrrad oder auch mit Rollstuhl ist für viele Menschen heute Anreiz, nach SdC zu pilgern.

Strafwallfahrt

Im MA wurden Menschen von weltlichen Gerichten oft zur Strafe für Mord oder Totschlag nach SdC oder einem anderen fernen Pilgerziel geschickt. - Dadurch geriet die Jakobus-Wallfahrt in Misskredit und erfuhr einen starken Rückgang.

Bußwallfahrt

Im MA wurden Menschen von kirchlichen Gerichten oder Bischöfen zur Buße für ihre Sünden oft nach SdC oder einem anderen fernen Pilgerziel geschickt. (siehe: Strafwallfahrt)

Aus dieser Tradition sind heute noch Zeugen und Bauch:

  • Die 3 Vergebungstore am Camino
    • an der Kirche St. Isidor in Leon
    • an der Kirche St. Jakobus in Villafranca del Bierzo
    • an der Kathedrale von SdC
  • Der Steinhaufen auf der Passhöhe des Rabanals. - Dort legen noch heute Pilger einen aus der Heimat mitgenommenen Stein unter dem Kreuz "Cruze de ferro" ab, ganz nach den Jesuworten: "Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen." (Mt 11,28)