Blois

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Land: Frankreich
Region: Centre
Département: Loir-et-Cher
Koordinaten: 47.5884 N 1.3357 E
Höhe (m ü. NN): 63-135 m
Fläche (in km2): 37,46 km²
Einwohner: 46.000
Postleitzahl: 41000
Wikipedia (DE): Blois (DE)
Wikipedia: Blois
Website des Ortes: Ort Blois
(ohne "Datei:")


Geschichte

Kurz vor Blois durchschneidet die Straße D-951 ein Aquädukt.

Blois war merow. und karol. Münzstätte. Es wechselte häufig seinen Besitzer. Bis ins 9. Jh. reicht die Geschichte des Kollegiatstiftes St-Solenne und der Abtei St-Laumer (mit Immunität Le Foix = Fiscus), die auch die beiden Siedlungsteile bildeten. Das Kollegiatstift wurde 1210 reformiert. Eine neue Burg entstand Ende 12. Jh. außerhalb der Mauern.

Blois war der Sitz einer – besonders im 11. und 12. Jh. - mächtigen Grafschaft mit eroberungslustigen Herren und erhält seine besondere Bedeutung als mächtiger Brückenkopf und Residenz der Könige des 16. Jh., als sie Amboise verließen.

Im Schloss lebte u.a. Katharina von Medici. 1588 ließ hier Heinrich II. den Herzog von Guise ermorden.

Kirchen

St-Louis

St-Louis (17. Jh.), die Kath., besitzt karol. Ursprünge, auf der im 12. und 16. Jh. Vorgängerkirchen errichtet wurden. Die Apsis und die Westfassade sind vom 16. Jh. Das dazwischenliegende Kirchenschiff wurde im 17. Jh. in got. Form erneuert. Über dem Unterbau des Turmes (12. Jh.) sind die beiden Turmgeschosse (16. Jh.) und die Kuppel mit Laterne (17. Jh.). Die Krypta ist von der 1. Vorgängerkirche (10. Jh.). Der neben der Kath. gelegene bischöfliche Palast dient heute als Rathaus.

St-Nicolas

St-Nicolas (12./13.Jh-) ehem. Abteikirche, ist die interessanteste Kirche von Blois. Romanik und Gotik verbinden sich in ihr in harmonischer Weise. Die Turmhelme wurden erst im 19. Jh. aufgesetzt. Die Kapitelle sind teilweise mit figuralen Skzenen ausgestattet.

Auf der Flucht vor Normannen kamen Benediktiner mit Reliquien nach Blois und errichteten hier eine Abtei. Die Kirche hieß urspr. St-Laumer. Während der Religionskriege wurde sie beschädigt und die Abtei von den Protestanten zerstört. Das Kloster wurde im 17./18. Jh. neu erreichtet und diente nach der Frz.Rev. als Krankenhaus.

Das Innere des Kirchenschiffs erinnert an die Kath. von Chartres. Die Apsiskapelle (14. Jh. entstand über der rom. und besitzt eine Darstellung von Maria Himmelfahrt (1672). Die meist korinthische Kapitelle des Chors besitzten auch Masken, Tierköpfe, kauernde Turner, Atlanten, sich den Bart ausreißende Männer, Krieger mit Keulen mit flehender Frau und 2 um eine Frau streitende Männer. Chor und Querschiff sind rom. (1138-1196).

Die 1940 zerstörten Kirchenfenster wurden 1959 neu geschaffen. Sie zeigen Szenen aus dem Leben von Heiligen, darunter Laumer. Das Chorfenster zeigt Christus von den 4 Evangelisten umgeben. Die beiden Seitenschiffe sind verschieden. Die eine Seite besitzt eine kleine Apsiskapelle, deren Altar der Maria von Ägypten einen merkwürdigen Aufsatz (1447) besitzt.

Die Konsole, die das Triforium trägt, ist mit grotesken Figuren ausgestattet, wie sie für das MA charakteristisch sind. Die Vierungskuppel ruht auf 4 Hängebogen, in deren Nischen Statuen von Bischöfen un Schutzheiligen stehen.

Zitat aus 18. Jh.: "Man kam hierher, um die Laterne zu bewundern, umm sie als Muster zu nehmen und an ihr Ideen zu gewinnen, wie wenn sie ein kleines Weltwunder wäre."

St-Saturnin

St-Saturnin (16./17.Jh) war Klosterkirche, wurde in der Reformation zerstört und Pfarrkirche neu errichtet. Interessant sind das Westportal, das Treppentonnengewölbe und die Kapelle der Flussschiffer. Die Weihebilder erinnern an die Wallfahrt zu dieser Kirche. Beim Kreuzgang ist einer der letzten frz. vorreformatorischen Friedhöfe.

ND-de-la-Trinité

ND-de-la-Trinité ist eine moderne Betonbasilika.

Sehenswürdigkeiten

  • Schloss stammt aus 4 unterschiedlichen Baugruppen. Die älteste stammt aus dem 13. Jh. und enthält die Salle des Etats, eine farbige Ausstattung des 19. Jh. Nach Ludwig XII. wurde der Nordostflügel (1498-1503), nach Franz I. der Nordwestflügel mit oktogonalem Treppenturm (Renaissance von 1515-1524), und nach Gaston d'Orléans der südwestl. Flügel (17. Jh.) benannt.
  • La Maison des Acrobates ist eines der ältesten Fachwerkhäuser der Stadt. Es zeigt geschnitzte Figuren in der Mode des 15. Jh.

Sonstige Infos

Heilige

Legenden

Pilger

  • 1495: Blois ist eine sehr ansehlich Stadt. Dort lässt du das Wasser zur rechten liegen.
  • 1531: Von Orléans fuhren wir mit den Rossen auf dem Wasser nach Blois. Dort ist ein schönes Schloss mit Garten.

Logistik

Refugios

Campingplätze

Supermärkte

Quellen und weitere Infos

Anmerkungen

Einzelnachweise

Literatur

Links