Basilika

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Basilika (griech. stoá basílike = Königshalle) war ursprünglich das Amtsgebäude des Archon Basileus auf dem Aragon von Athen. Die Römer übernahmen den Baustil für Markt- und Gerichtshallen, die gewöhnlich von Seitenschiffen flankiert waren. Hieraus entwickelte sich der chr. Kirchentyp: Langbau mit breitem und hohem Mittelschiff und schmalen und niederen Seitenschiffen, dazwischen eine Fensterzone (Obergaden) über den Dächern den Seitenschiffen. Basiliken sind meist 3- oder 5-schiffig. Bis in die Spätgotik war es der vorherrschende Bautyp, der dann von der [[Hallenkirche] und später durch den Zentralbau und Saalkirche abgelöst wurde. Basilika ist auch ein Titel für eine Kirche. Hierbei wird unterschieden zwischen Basilika maior und Basilika minor. Zu ersterem gehören die 5 röm. Basiliken: St. Johann im Lateran, St. Peter, St. Paul, Groß St. Marien und St. Laurentius. Sie stehen für die 5 Patriarchate: Rom, Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien und Jerusalem. Außerhalb Roms erhielten nur 2 Kirchen den Titel Basilika maior: 1754 S. Francesco, 1909 S. Maria degli Angeli. Der Titel Basilika minor wurde ab dem 18.Jh. weiteren Kirchen verliehen. Sie ist nicht nur mit Privilegien versehen, sondern drückt auch eine enge Bindung an den Stuhl Petri aus. Personelle und bauliche Ausstattung für eine vorbildliche Feier der Liturgie und häufige Predigt- und Beichtdienst sind Voraussetzung für Erlangung des Titels. In Basiliken sind Insignien des Papstes oder des Apostolischen Stuhles anzubringen, die petrinisch-päpstlichen Feste feierlich zu begehen, in der rel. Bildungsarbeit die röm. Verlautbarungen zu studieren und zu verbreiten. Gebäude, Fahnen, Geräte und Siegel der Basiliken dürfen die gekreuzten Schlüssel zeigen.