Al-Mansur

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Al-Mansur (938-1002) entstammte einer arabischen Sippe der Region on Algeciras. Nach dem Studium in Córdoba durchlief er eine steile Karriere. Beim Tod al-Hakams II. (976) half er dem al-Mushafi, den von den Palasteunuchen als Nachfolger begünstigten al-Mugira zu beseitigen, entledigte sich später seines Gönners wie auch seines Schwiegervaters Galib (981), des bedeutendsten Generals der Armeen al-Hakams II. Nach der Entmachtung Hisam II. verlegte er die Verwaltung von Madinat az-Zahra in die von ihm erbaute Madinat az-Zahira im Osten von Cordoba. Er umgab sich mit einem Kreis von Höflingen, Gelehrten und Poeten. 987 ließ er die Hauptmoschee von Córdoba um das doppelte erweitern und versuchte das Volk und die Juristen-Theologie durch die "Reinigung" der großartigen Bibliothek al-Hakams II. mit seiner Entmachtung der Umayyaden zu versöhnen.

Die Streitkräfte, einst von den Arabern gestellt, machte er in Fortsetzung der Politik der beiden letzten Kalifen zu einem aus Berbern bestehenden reinen Söldnerheer und führte mit einer Serie von 56 oder 57 verheerenden Feldzügen den Angriff in die Christenstaaten des Norden fort (Zamora 981, Barcelone 985, Coimbra 987, León 988, Santiago de Compostela 997, Cervera 1000 erobert). Auf seinem letzten Zug zerstörte er S.Millán de la Cogolla, starb aber auf der Rückkehr und wurde in Medinaceli beigesetzt. Sein Vorgehen bewirkte einerseits, daß sich der Gegensatz zwischen Arabern und Berbern verschärfte und die ersteren sich der Wehrhaftigkeit entwöhnten, andererseits trug es zum Entschluss der Christen bei, den Islam aus Spanien auszumerzen. [1]

Einzelnachweise

  1. H.-R. Singer: al-Mansur bi-llah. In: LMA Bd.6, Sp.202.

Weblinks

Wikipedia/Almansor